Bauwerke

Kapelle über der Güntherquelle

Hartmanice
Kapelle Barock

Dobrá Voda gehört zu den bedeutendsten Pilgerstätten des barocken Böhmens, die auf der Trasse des sogenannten Gunther-Grenzland-Weges lagen. Während des 14. Jahrhunderts gewann die eisenhaltige, leicht radioaktive Quelle, die am Fuße des Berges Březník unter der ehemaligen Einsiedelei entspringt, an Beliebtheit. Ihr wurde – neben der Fürbitte zum heiligen Gunther – heilende Wirkung zugeschrieben. Die Einsiedelei im Böhmerwald wurde als heilig verehrt und bei dem Brunnen wurde eine kleine Holzkapelle und eine Säule mit einer Statue des Heiligen gebaut. Allerdings bewirkte die wachsende Berühmtheit der Heilquelle, dass sich allmählich der Name Dobrá Voda (Gutwasser) durchsetzte. Das Interesse von Guntherpilgern an Březník und Dobrá Voda stieg beträchtlich nach dem Jahr 1420 an, wo Hussiten das Kloster Břevnov mit dem Grab des Heiligen abgebrannt hatten. Im Jahr 1675 entstand bei der Quelle ein Heilbad (St. Gunthers-Bad), das bis in die Mitte des 19. Jahrhunderts existierte. Im Jahr 1706 ließ Franz Karl von Villani, Herr von Kundratice und Dobrá Voda, die hiesige Kapelle in eine Kirche umbauen. Im Jahr 1754 wurde das größere Kirchenschiff und im Jahr 1770 der barocke Kirchenturm gebaut.

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